Gruppencoaching

Was ist Gruppencoaching?

Sie kennen sicherlich die Schlagworte Teambuilding, Teamentwicklung oder Teamtraining. Alles Bezeichnung für die Arbeit mit Teams und Gruppen.

Bei ›prinzip wirksamkeit‹ verstehen wir Gruppencoaching als Sammelbegriff für alle Maßnahmen, welche

  • die Entscheidungsfähigkeit,
  • die Konfliktfähigkeit,
  • die Arbeitsfähigkeit

einer Gruppe, eines Teams erhöht.

Vielleicht wundern Sie sich, dass wir die Konfliktfähigkeit erhöhen wollen. Wir glauben, dass Konflikte für Gruppen und Teams normal sind. Ja, wir glauben sogar, dass wo wirkliche Begegnung statt findet (eine Voraussetzung für wirksame Gruppen), Konflikte eine Voraussetzung darstellen. Wo es keine Konflikte gibt, werden persönliche Unterschiede (Bedürfnisse, Leitbilder, Zielvorstellungen, …) auf anderen Ebenen ausgetragen (z. B. in der Umsetzung, Flurfunk, stiller Widerstand, …).

»Bildung heißt, sich die Dinge vom Standpunkt eines Anderen ansehen können.«

Hans-Georg Gadamer

Was tun wir beim Gruppencoaching?

Auf diese wichtige Frage gibt es keine Standardantwort. Unser Handeln orientiert sich an der jeweiligen Gruppen, deren Situation und aktuelle und zukünftige Herausforderung.

Basis für unsere Arbeit sind unsere Werte und Annahmen.

Unsere Werte und Annahmen

Wir arbeiten mit Komplexität und Dynamik

Wir leben in einer komplexen und dynamischen Welt. Komplex bedeutet, dass wir die Folgen unseres Handeln nicht bestimmen können. Dynamisch bedeutet, dass sich unsere Welt und deren Wirkzusammenhänge mit hoher Geschwindigkeit verändern.

Um wirksam in unserer komplexen und dynamischen Welt zu agieren, braucht es die Komplexität und Dynamik von mehreren Menschen, die in einer Gruppe zusammenarbeiten.

Wir machen uns überflüssig

Durch unser Handeln möchte wir die Kompetenz des Kundensystems (z. B. Konfliktlösungskomptenz, Problemlösungskompetenz, …) anregen, stimulieren, erhöhen. So dass sich Individuen neue Sichtweisen, Fähigkeiten, Kompetenzen aneignen können. Unser Ziel ist es, uns im Kundensystem überflüssig zu machen.

Wir achten auf die Wirksamkeit unserer Arbeit

Methoden und Tools sind Teil unseres Wissen. Gleichzeitig wissen wir um die Beschränktheit von Methoden, Tools und Musterlösungen. Wir lassen uns in einem offenen, konstruktiven Prozess von unserer Erfahrung, unserer Intuition und unserer Achtsamkeit inspirieren. In diesem Sinne zählt nicht die erfolgreiche Anwendung einer Methode, sondern die Wirksamkeit unserer Arbeit.

Welche Tools unser Handeln leiten, erfahren Sie hier.

Wir nutzen das Situationspotenzial

Wir nutzen das Situationspotenzial, um einen Möglichkeitsraum zu eröffnen, der die Wirksamkeit einer Gruppe und der Individuen erhöht. Dabei glauben wir nicht an lineare Planbarkeit solcher Prozesse, sondern an einen arabesken Erkundungsprozess. Dieser Erkundungsprozess ist seinerseits eine wesentliche Voraussetzung für die Identifikation mit einer Gruppe.

Wir integrieren paradoxe Bedürfnisse

Alle Menschen sehen sich nach Autonomie, Verbundenheit, Beständigkeit, Wandel, Respekt, Anerkennung, Akzeptanz, gesehen werden. Alle Menschen tragen das Paradoxe (z. B. Autonomie und Verbundenheit) in sich. Das Ziel ist nicht, diese Paradoxie aufzulösen, sondern diese zu bewusst zu integrieren.

Wir fördern eine gemeinsame Sprache

Unser Denken prägt unser Handeln. Unsere Sprache prägt unser Denken. Deshalb ist Voraussetzung für ein gemeinsames Verständnis ein gemeinsames Sprachverständnis. Ohne gemeinsame Sprache, gibt es keine gemeinsame Vorgehensweise (sondern laufend Überraschungen auf dem "gemeinsamen" Weg). Basis für eine gemeinsame Sprache sind Zuhören können, Begrifflichkeiten vereinheitlichen und Stille.

Wir arbeiten auf Augenhöhe

Transparenz, Offenheit und Augenhöhe zwischen den Beteiligten sind elementare Voraussetzungen für einen wirksamen Prozess. Augenhöhe zwischen allen Beteiligten ermöglicht wirkliche Begegnung und erhöht damit das Potenzial einer Gruppe.

»Wissen in Teilen macht eine schöne Geschichte,
aber Weisheit entsteht, wenn wir das Ganze sehen.«

Ed Young

Typische Einsatzfelder Gruppencoaching

  • Konflikte in einer Gruppe
  • eine neue Gruppe bildet sich
  • wichtige Entscheidung stehen in einer Gruppe an
  • die Zusammensetzung in einer Gruppe ändert sich (z. B. neue Führungskraft)
  • auf eine Gruppe kommen große Veränderungen zu
  • die Produktivität einer Gruppe wird als unzureichend betrachtet

Ihr Nutzen

  • Gruppen, die mit Konflikten wirksamer umgehen können
  •  kompetente Gruppe, um in schwierigen Phasen wirksam zu bleiben
  • Entscheidungen, die von allen getragen werden (vor allem in der Umsetzung)
  • besserer Start für neue Führungskräfte mit ihren Teams
  • weniger Leerlauf und unproduktive Zeit bei Veränderungsvorhaben
  • höhere Produktivität in der Gruppe
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